Einzugstag

Der Um- und Einzug ins neue Schülerwohnheim war von lustvollem Abschiednehmen vom alten Internat, das seit 1954 durchgehend bewohnt war und von freudiger Erwartung auf den neuen „Wohntraum“ begleitet. Eine Schülerin aus dem 2IUM, Leitner Viktoria, schildert den Tag des Einzugs: Ich wollte mich gerade noch einmal auf die andere Seite des Bettes drehen, als mich meine beiden Schwestern aufgeregt weckten. Nicht ganz so begeistert wie die beiden setzte ich mich auf. Schläfrig sah ich mich in meinem Zimmer um und entdeckte die vielen Koffer. Man konnte es mir zwar nicht ansehen, doch ich freute mich wirklich auf das neue Internat. Morgens fehlt mir jedoch die Energie, um vor Freude in die Luft zu springen.

Der Tag schritt langsam voran und ich wurde immer hibbeliger. Ich konnte es wirklich kaum erwarten, in das neue Internat zu ziehen.
Endlich war es dann so weit. Zielsicher ging ich, meine Familie samt Gepäck im Schlepptau, direkt auf das neue Internat zu. Auch wenn wir das Gebäude schon unzählige Male gesehen hatten und auch bereits ein Zimmer besichtigen durften, es war doch noch einmal ein ganz anderes Gefühl. Jetzt war es wirklich fertig. Jetzt konnten wir es wirklich betreten und einziehen.

Ich öffnete die Glastür, und irgendwie fühlte ich mich sofort wohl. Ich weiß nicht woran es lag. Vielleicht das viele Holz und dessen wohligen Geruch. Das Sonnenlicht, das durch die riesigen Fenster strömt, oder aber die herzliche Begrüßung gleich nach dem Betreten des Gebäudes.
Schon ganz aufgeregt durfte ich dann auch endlich mein Zimmer beziehen. Ich muss ehrlich sein, es verschlug mir schon etwas die Sprache. Es ist alles so geräumig und nach dem Auspacken war noch so viel Stauraum übrig! Das Internat ist wirklich mit allem ausgestattet, was man so brauchen könnte. Es gibt viele Plätze, an denen man sich zusammensetzen und gemeinsam Spiele spielen kann. Gemeinsam Lernen. Gemeinsam Backen. Gemeinsam Lachen.

Ich habe es schon gefühlt, als ich das Gebäude zum ersten Mal betrat. Doch jetzt bin ich mir sicher: „Dieses Bauwerk ist nicht nur ein Internat, sondern ein Zuhause.“

Leitner Viktoria, 2IUM