Monitoring zeigt – Biodiversität schwindet

Am 29. April besuchte uns, die Schüler/innen des 3IUM, im Rahmen des Spezialgebietes Landwirtschaft und Ernährung Herr DI Wolfgang Ressi im Dienste der Biodiversität. Bereits vor zwei Jahren hat uns der Biodiversitäts-Spezialist einen Einblick in die Materie gegeben. Somit war es diesmal die perfekte Möglichkeit das Grundwissen zu wiederholen und darauf aufzubauen.

Des Weiteren wurden wir im Rahmen einer Diskussionsrunde über Monitoring, Ernährungssicherheit und Natura2000 informiert. Dabei konnten wir aktiv unsere Fragen und Meinungen in den Vortrag einfließen lassen. Der Frage, warum wir eigentlich wissen, dass die Biodiversität schwindet, liegt beispielsweise das Monitoring zu Grunde. Bei diesem hat man erstmals festgestellt, dass die Insektenbiomasse schwindet.
Bei einer Exkursion in den Wald, betrachteten wir diesen „Photosynthese-Automaten“, im wahrsten Sinne des Wortes, mit anderen Augen.

Ausschlaggebend für einen „gesunden Wald“ sind nicht nur die Vielfalt der Baumarten, sondern auch die Verjüngung sowie ältere Bäume. Aber auch die Bewohner des Waldes, die Vögel, wurden bei stillem Lauschen plötzlich ganz laut und präsentierten uns eine kreative Symphonie. Das ist ein einfaches Beispiel für den Begriff Biodiversität, der beim Schwinden große Auswirkungen auf die Zukunft unserer Natur haben könnte. Biodiversität ist einer der Grundsteine des Lebens. In der Natur ist alles voneinander abhängig. Man kann es sich wie ein Netz von Arten von Lebewesen mit genetischen Unterschieden, Prozessen und Ökosystemen vorstellen. Die Menschheit ist allerdings auf dem besten Weg, das Netz immer grobmaschiger werden zu lassen.

In weiterer Folge sterben Tier- und Pflanzenarten aus und irgendwann können gewisse lebensnotwendige Prozesse für andere Lebewesen nicht mehr stattfinden. Der Verlust von Ökosystemen hat die Folge, dass alles Leben, das in diesem Ökosystem existiert hat, keine Zukunft mehr hat. Auch wir Menschen sind auf Ökosystemleistungen, vor allem im Betracht auf Ernährungssicherheit angewiesen.

Uns allen wurde bewusst, warum wir über dieses Thema bereits ein zweites Mal informiert wurden. Viele Menschen wissen kaum über Biodiversität Bescheid, obwohl dieses Thema zu Recht in den Medien hohe Präsenz zeigt. Unsere Generation muss dringend mehr Sensibilität gegenüber der Natur zeigen. Der Mensch ist erfinderisch, aber die Natur kann er nicht ersetzen, diese muss er erhalten.

Wir danken Frau Prof. Amalia Ukowitz sowie Herrn DI Wofgang Ressi, für solch einen gelungenen und inspirierenden Vortrag.

Franziska Wirnsberger 3IUM