Cyanobakterien – Voraussetzung für die Funktion der Natur

Was ist der grundlegende Prozess des Lebens? Aus welchem Grund existieren Jahreszeiten? Dies sind zwei Fragen die für den ein oder anderen auf Anhieb sicher nicht so leicht zu beantworten waren. Im Rahmen der Spezialisierung Landwirtschaft und Ernährung wurden die SchülerInnen des 2AL, 3IUM und 3 PMR von Herrn Dr. Helmut Zwander, einem erfahrenen Ökologen, der an der Pädagogischen Hochschule Kärnten und Universiät Graz tätig ist, besucht. In insgesamt sechs Stunden hat er uns einen Einblick in die Grundlagen seines Wissens über globale Lebensräume, die grundlegenden Prozesse der Natur sowie Klima und Klimazonen gegeben. Bereits vorhandenes Wissen wurde vertieft, gefestigt und mit neuen Perspektiven vollständig verstanden. Seine Erfahrungen aus Reisen und spezifischen und aktuellen Fakten haben die ganze Thematik wortwörtlich aufleben lassen.

Die Erde ist aus eigener Kraft entstanden. WissenschaftlerInnen behaupten, dass die Erdachse schief ist, da damals der Planet Theia mit der Erde kollidierte. Durch die schräge Neigung und die Rotation der Erde um die Sonne werden Südhalbkugel und Nordhalbkugel je nach Position mehr oder weniger mit Sonnenenergie versorgt. Nahezu jeder Lebensraum der Erde ist von Sonnenenergie abhängig. Beginnend mit einem Überblick über die globalen Lebensräume des Planeten Erde wurden wir an die Materie herangeführt. Anschließend wurde uns die Bedeutung der Photosynthese, dieser grundlegenden Energieumwandlung, von der in der Natur fast alles abhängig ist, nähergebracht. Zurückblickend auf die Geschichte der Erde waren die Cyanobakterien, die diese wichtigste Erfindung der Natur ermöglichen, verantwortlich, dass das Leben auf der Erdoberfläche überhaupt möglich war und ist. Umso erstaunlicher, dass man diese Cyanobakterien bei jedem Landweg mit undichter Grasnarbe als grünlichen Schleim findet. Durch diese leichten Beispiele konnte die Thematik mit offenen Augen bis ins Detail betrachtet werden.

Während uns über das Thema Klima berichtet wurde, wurde auch auf die schwindende Biodiversität in Zusammenhang mit dem Klimawandel aufmerksam gemacht. Die Vegetation sowie auch die Tierwelt der einzelnen Kontinente stehen im direkten Zusammenhang mit den Klimazonen der Erde. Bei der Betrachtung von spezifischer Flora und Fauna auf verschiedenen Orten der Erde, wird schnell klar, wie perfekt sich die Bewohner der Natur angepasst haben. Beispielsweise unglaubliche Pflanzen, die sich sogar an das aride Klima der Wüste anpassen konnten. Es sieht fast so aus als würden der Tropische Regenwald, die Wüste, die Savanne, die gemäßigte Zone sowie Taiga und Tundra verschiedene Welten sein, die nur auf einem einzigen Planeten existieren. Klimadiagramme haben dabei veranschaulicht, welch große Unterschiede es bezüglich Temperatur und Niederschlagsmenge global betrachtet gibt. Somit hat sich auch für uns ein Weitblick bezüglich der Klimaverhältnisse an anderen Orten der Erdkugel entwickelt.

Wir danken Herrn Dr. Zwander, Frau Prof. Ukowitz sowie Frau Prof. Treul für diese unglaublich inspirierenden Stunden.

Franziska Wirnsberger 3IUM